Missionsfeld Schule
Die Aktion KRASS bietet in Krefeld Nachmittagsbetreuung in Ganztagsschulen an
 
„Ich glaub an Buddha, und an wen glaubst du?“ fragte ein Schüler Melanie Möllenbruck bei einem der ersten Treffen. Seit drei Jahren bietet die 28jährige an zwei Krefelder Schulen Freizeitangebote für Jugendliche an. Für 13- bis 18jährige bietet sie einen Gitarrenkurs, eine Theatergruppe und Seilspringen an. „Leider haben noch längst nicht alle Gemeinden entdeckt, daß die Schulen als Missionsfeld offen sind“, sagt Möllenbruck. „Dabei sind viele Lehrer zeit- und kräftemäßig überfordert und froh, wenn sich Christen an der Schule engagieren.“ Eine der beiden Schulen, an der Möllenbruck KRASS („KRefelder Aktion für Schülerinnen und Schüler) anbietet, ist das Marien-Gymnasium vom katholischen Frauenorden der Ursulinen. „KRASS ist für uns ein segensreicher Dienst“, sagt die Leiterin der Schule, Schwe-ster Gisela Büsgen. „Neben strengem Unterricht versuchen wir unseren Jugendlichen auch vielseitige Aktionen zu bieten. Es ist wünschenswert, wenn die Schüler mit der Kirche in Kontakt kommen.“ Auch bei Hans Joachim Schubert, dem Leiter des Krefelder Fichte-Gymnasiums stößt KRASS auf Interesse: „Der Schwerpunkt unserer Schule liegt im künstlerisch-musischen Bereich. Da macht sich das Angebot eines Gitarrenkurses natürlich sehr gut.“

Bevor Möllenbruck ihre missionarische Arbeit begann, pflegte sie in einer Wohngruppe in den Diakonieanstalten von Bethel bei Bielefeld geistig und körperlich behinderte Menschen und absolvierte ein vierjähriges Ausbildungsprogramm am Theologischen Seminar Adelshofen bei Heilbronn. Finanziert wird ihre Arbeit zu 60 Prozent durch die 135 Mitglieder starke Freie evangelische Gemeinde Krefeld, in der Möllenbruck unter anderem einen Jugendhauskreis und einen Teenietreff leitet. Weitere 40 Prozent kommen durch Spenden der Evangelischen Allianz Krefeld zusammen. „Ich wünschte mir, daß es solche Projekte in allen Städten gäbe“, sagt Alex-andra Depuhl, Vorstandsmitglied der Krefelder Allianz. „Es sind dadurch bereits einige Jugendliche in Kontakt zu verschiedenen evangelischen Gemeinden Krefelds gekommen.“

... Heft Nr. 41, S. 24


Autor: Karsten Huhn

 
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